EQUITARIS Trophy der Woche: Funky Fred

Funky Fred gehörte von der ersten Sekunde an zu Familie Ehning. Denn er hat nicht nur einen ganz besonderen Vater, sondern auch eine Mutter, die Johannes und Marcus in den ganz großen Sport brachte. 

Er ist eines der erfolgreichsten Springpferde der Welt und zugleich ein echtes Familienprodukt. Sowohl sein Vater, als auch seine Mutter prägten die Karriere von Marcus und Johannes Ehning - jetzt erobert der Westfalenhengst die Weltspitze im Springsport. Die EQUITARIS Trophy geht in dieser Woche an Funky Fred.

2005 kam Funky Fred bei Hilde Ehning in Borken zur Welt, er war nach seiner Vollschwester For Panama das zweite Fohlen der Pilot-Tochter Panama aus der Zucht von Günther Koof. Seit 1995 prägte die rheinische Stute die sportliche Karriere der Ehning-Brüder, zahlreiche Siege in der schweren Klasse standen auf den gemeinsamen Erfolgskonten. Johannes gewann mit ihr Gold bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter, Marcus feierte mit Panama Erfolge in Großen Preisen und Weltcupspringen. 

Während Marcus Ehning Panama als sein Lieblingspferd beschreibt, war Funky Freds Vater For Pleasure sein Erfolgspferd. Der von Robert Diestel gezogene Furioso II-Sohn gewann mit Marcus unzählige Große Preis und Nationenpreise für das deutsche Team, sicherte sich 19999 Mannschafts-EM-Gold in Hickstead, gewann ein Jahr später Team-Gold bei den Olympischen Spielen in Sydney und kehrte 2003 mit einer Bronzemedaille in der Einzelwertung sowie Gold mit der Mannschaft von den Europameisterschaften in Donaueschingen zurück.

"Funky Fred war ein sehr imposantes Fohlen und hatte sich schnell gut entwickelt", erinnert sich Marcus Ehning im Interview mit der DKB Rider Tour an die ersten Eindrücke. Er startete seine Karriere im Springparcours vierjährig unter dem Sattel von Johannes Ehning. Marcus stieg 2011 in den Sattel des Fuchshengstes, die ersten internationalen Siege in den Youngster-Touren ließen nicht lange auf sich warten. Mittlerweile hat sich der 13-jährige Funky Fred längst in der Weltspitze etabliert, zu seinen letzten ganz großen Erfolgen zählen neben dem dritten Platz im Preis von Europa in Aachen auch der zweite Platz im großen Preis von Münster sowie der Sieg vor wenigen Tagen im Nationenpreis von Calgary bei den Spruce Meadows. 

Für Marcus Ehning ist der Fuchshengst etwas ganz Besonderes, wie er der Longines Global Championstour verriet: "Uns verbindet eine ganz spezielle Beziehung, er ist als Hengst sehr umgänglich und gibt im Parcours immer sein bestes. In jungen Jahren musste er leider etwas zurückstecken, da wir viele Pferde zu reiten hatten. Aber ich bin von ihm absolut überzeugt, noch nie ritt ich in einen Parcours, den er nicht hätte schaffen können." Seinen Namen habe er seinem ehemaligen Spitznamen "Freddy" zu verdanken und seinen langen Beinen, daraus sei irgendwann Funky Fred entstanden.

In diesem Jahr stand Funky Fred erstmalig im Deckeinsatz - und während er weiterhin im vollen Sporteinsatz steht, warten wir schon jetzt ganz gespannt auf die Fohlen im nächsten Jahr.


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