EQUITARIS Trophy der Woche: Don Martillo

Der fünfjährige Sohn des Don Juan de Hus hat nicht nur das Bundeschampionat, sondern auch die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde 2017 fest im Blick.

Der amtierende Bundeschampion der vierjährigen Reitpferdehengste konnte auch in diesem Jahr sein Ticket für Warendorf lösen. Nominiert für die zweite WM-Sichtung der jungen Dressurpferde wird Don Martillo heute mit der EQUITARIS Trophy der Woche ausgezeichnet.

Der Hannoveraner Hengst Don Martillo kam 2012 bei Axel Windeler in Verden zur Welt. Bereits seine Urgroßmutter Mona Lisa (v. Matcho AA) ist selbstgezogen, sie war in jungen Jahren sowohl Siegerfohlen, als auch dreifache Siegerstute. Ihre Mutter Wennings (v. Wenzel I) war Ende der Achtziger Jahre eine von sechs Stuten, die Axel Windeler erwarb. Gemeinsam mit ihren Töchtern Wendy for Ever (v. Warkant) und Winergy (v. Weltmeyer) wurden sie 2002 und 2004 zur Elitesiegerfamilie gekürt.

Black Pearl (v. Benetton Dream), die Mutter von Don Martillo, ging nach seiner Geburt in den Sport und wurde in der Dressur bis zur Klasse M ausgebildet. Nun ist sie wieder in die Zucht zurückgekehrt und erwartet für 2018 ein Fohlen von Secret. Vater Don Juan de Hus (v. Jazz) brachte bisher elf gekörte Söhne und zehn Staatsprämienstuten.

"Ich lege sehr viel Wert auf hochwertige Stuten und Hengste", beschreibt Axel Windeler sein Zuchtziel, "sowohl das Pedigree der Stute als auch das des Hengstes sind mir unheimlich wichtig". Mit der Zeit habe es sich so ergeben, dass der erfolgreiche Züchter gerne Hengste auswählt, die entweder selbst oder ihre Nachkommen im Viereck bis Grand Prix unterwegs sind. "Ich achte auch auf weit überdurchschnittliche Bewegungen", erzählt er weiter, "allerdings gehören auch immer ein wenig Gefühl und ein Quäntchen Glück dazu".

Axel Windeler saß früher selbst aktiv im Sattel. Sein Onkel war Pferdezüchter und -händler, bereits im Alter von 14 Jahren half er beim Anreiten der jungen Pferde. Seit 1995 betreibt er mit seiner Frau den Pferdezuchtbetrieb in Walle, einem Ortsteil von Verden. Es ist das Zuhause von ca. 70 Pferden, jährlich werden um die zwölf Fohlen erwartet.

"Don Martillo war damals schon ein gutes, typvolles und schönes Fohlen", erinnert sich Axel Windeler zurück, "trotzdem war er zunächst etwas unauffällig". Seinen Namen hat der lackschwarze Hengst dem Interesse seines Züchters an Vollblütern zu verdanken. "Es gab einen Vollblüter mit dem Namen Martillo, das ist spanisch und bedeutet Hammer", erzählt Axel Windeler. Bereits im Alter von drei Jahren habe sich herausgestellt, dass der junge Hengst etwas ganz Besonders sei und dem Züchter war sofort klar - dieser Hengst ist einfach der Hammer! "Ich wollte mir diesen Namen für ein ganz außergewöhnliches Pferd aufbewahren", sagt Axel Windeler, "zu Don Martillo passt er ganz genau".

In der Decksaison steht Don Martillo bei seinen Mitbesitzern auf dem Gut Lonken. Das Gestüt selbst befindet sich in Isernhagen, die Hengststation ist in Bretel bei Visselhövede. Hier stehen den Züchtern neben einem Vollblüter zahlreiche Hannoveraner und Oldenburger Hengste zur Verfügung. Unter der Leitung von Dr. Mario von Depka Prondzinski werden heute vor allem Oldenburger Pferde gezogen, die auf drei Stutenstämmen basieren. In der Turniersaison ist Don Martillo bei seiner Reiterin Ann-Christin Wienkamp in Lengerich.

Bei seiner Sportprüfung in Verden erhielt Don Martillo die dressurbetonte Endnote 9,52, wobei sein Schritt mit der Höchstnote 10,0 bewertet wurde. Nach dem Sieg beim Bundeschampionat im letzten Jahr haben sich Ann-Christin Wienkamp und Don Martillo auch in diesem Jahr bereits qualifiziert. Auf dem Reitturnier in Oer-Erkenschwick ging er erstmalig in einer Dressurpferdeprüfung der Kl.L an den Start und gewann sie auf Anhieb (8,4).

Das Bundeschampionat ist in diesem Jahr nicht das einzige Ziel von Don Martillo und Ann-Christin Wienkamp. Die beiden haben sich für die zweite WM-Sichtung der jungen Dressurpferde qualifiziert, die Mitte Juli in Warendorf stattfinden wird. Wir wünschen gutes Gelingen!

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