EQUITARIS Trophy der Woche: Descolari

Nachdem er auf Anhieb das Ticket zum Nürnberger Burg-Pokal löste, wird er zukünftig unter dem Sattel einer Juniorin zu sehen sein. 

 

Der schicke Rapphengst aus hannoverscher Zucht, der seinen Vater kaum verleugnen kann, präsentierte sich in diesem Jahr erstmalig in der schweren Klasse. Unter Lisa Wernitznig, der Bereiterin von Isabell Werth, konnte er erste Erfolge feiern, bevor die Chefin selbst in den Sattel stieg und auf Anhieb das Ticket zum Nürnberger Burg-Pokal löste. Seit kurzem sitzt eine Juniorin in seinem Sattel, die Rede ist von Descolari, unserer EQUITARIS Trophy der Woche.

Descolari kam 2010 im Stall von Manfred Zimmermann zur Welt. Der erfolgreiche Züchter ist schon von seiner Kindheit an eng mit den Pferden verbunden: "Die Pferde sind mein Hobby, ich züchte aus Spaß an der Freude und vor allem aus Spaß an den Fohlen. Es ist schön zu sehen, wie sie aufwachsen und sich weiterentwickeln." Die heute 15-jährige Hannoveraner Fuchsstute Weica (v. Weltmeyer) aus der Zucht von Fenna Schulte-Landwehr kaufte Manfred Zimmermann als junge Stute, damals hatte sie ein Fohlen von Diamond Hit bei Fuß.

Gleich im ersten Jahr bei ihrem neuen Besitzer wurde Weica von Desperados besamt, 2010 kam Descolari zur Welt. "Man konnte vielleicht nicht sofort erkennen, was in ihm steckt", erinnert sich der Züchter an das lackschwarze Fohlen, "aber sein Bewegungsablauf war von Anfang an überdurchschnittlich!" Mittlerweile sieht Descolari seinem Vater Desperados (v. De Niro) aus der Zucht von Herbert Schütt, der unter dem Sattel von Kristina Bröring-Sprehe Mannschaftsgold bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro/BRA 2016 gewann, sehr ähnlich.

Über die Auktion in Verden wechselte Descolari in den Besitz des Gestüts Sprehe und wurde auf seiner Körung in Neustadt (Dosse) zum ersten Reservesieger gekürt. Erste Turniererfolge sammelte er vier- und fünfjährig gemeinsam mit Lena Feistkorn in Reitpferdeprüfungen sowie in Dressurpferdeprüfungen der Klassen A und L, 2016 kamen Siege und Platzierungen in der Klasse M hinzu. Nach einem erfolgreichen Turnierstart unter Beatrice Buchwald ging es weiter in den Stall von Isabell Werth. 

Seit 2017 war Descolari unter dem Sattel von Lisa Wernitznig zu sehen, 2018 gelang den beiden der große Sprung in die schwere Klasse. Neben zwei zweiten Plätzen in S*-Dressuren feierte das Paar drei weitere vordere Platzierungen in den St. Georg Specials von Balve und Freudenberg, bis in Donaueschingen die Turnierpremiere mit Isabell Werth vor der Tür stand. Zwei Siege - sowohl in der Einlaufprüfung als auch in der Finalqualifikation - bescherten Descolari das Ticket zum Nürnbeger Burg-Pokal 2018. Das Fazit der Weltmeisterin: "Für die Zukunft denke ich, dass Desolari einmal im Grand Prix-Sport groß einsteigen kann!"

Vor wenigen Tagen wurde bekannt gegeben, dass der Hannoveraner eine neue Reiterin im Sattel hat. Luca Sophia Collin, die 2017 noch Siege in E-Dressuren mit der Sir Donnerhall I-Tochter Lola feierte, meisterte den ersten gemeinsamen Auftritt im Dressurviereck mit Bravour. In Ratingen platzierte sie sich mit Descolari an vierter Stelle einer Dressurreiterprüfung der Klasse M*. Manfred Zimmermann verfolgt das Geschehen seiner Zuchtprodukte ganz genau. Zur Zeit hat er neben Weica noch eine Vollschwester von Descolari in der Zucht - der Nachwuchs aus dieser Linie ist auf jeden Fall gesichert! 


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