EQUITARIS Trophy der Woche: Askari

Zwei Weltmeisterinnen, ein Vater - mit Askari ist derzeit ein Vererber im Gespräch, der auch selbst erfolgreich im großen Sport unterwegs war.

 

DSP Alice ist gemeinsam mit ihrer Reiterin Simone Blum die amtierende Weltmeisterin aus Tryon/USA im Springen, die siebenjährige Asha P wurde in diesem Jahr unter dem Sattel von Ingrid Klimke zur Weltmeisterin der jungen Vielseitigkeitspferde gekürt. Die Verbindung der beiden Stuten liegt bei ihrem Vater - die EQUITARIS Trophy geht in dieser Woche an Askari.

Ute Lill-Bonnhoff aus dem schleswig-holsteinischen Klein Offenseth ist die Züchterin des braunen Holsteiner Hengstes. Auch die Mutter von Askari, die 1990 geborene Lavall I-Tochter Elypse I, stammt aus der Familienzucht. Sie brachte neben ihm unter anderem auch den Acorado I-Sohn Asgard zur Welt, der zuletzt Erfolge bis zur schweren Klasse unter Marcus Ehning feierte. Großmutter Tibris ist Vollschwester zu den gekörten Hengsten Calypso I und II. 

Vater von Askari ist der Ahorn Z-Sohn Acord II aus der Zucht von Casper von Rumohr, seiner Zeit Seriensieger in Springpferdeprüfungen bis zur Klasse M und später bis S erfolgreich. Neben 51 gekörten Söhnen und 43 Staatsprämienstuten verdienten seine Nachkommen knapp 2,5 Millionen Euro.

Askaris Karriere begann in Neustadt (Dosse), wo er im Jahr 2000 gekört wurde. Auch seine Hengstleistungsprüfungen absolvierte er dort, wobei er im Springen ganz vorne stand. Erste Turniererfolge sammelte der heute 21-jährige Hengst unter Olaf Michaelis, später mit Dirk Ahlmann - der ihn fünfjährig zum Vize-Bundeschampion ritt und ein Jahr später erneut im großen Finale der Springpferde platzieren konnte. Mit Siegmar Stroehmer gelang Askari der Sprung in die schwere Klasse, mit Stefan Parow beendete er seine sportliche Karriere 2008.

Mittlerweile sind zwölf seiner Söhne gekört und 35 Stuten tragen den Titel der Staatsprämie. Zwei ganz besondere Nachkommen, die in diesem Jahr für viel Aufsehen sorgten, sind DSP Alice und Asha P. DSP Alice stammt aus der Zucht von Ralf Mewes und ist bereits seit vier Jahren unter dem Sattel von Simone Blum unterwegs. Gemeinsam schafften sie den Sprung bis nach ganz oben in die Weltspitze des Springsports. 2016 wurden sie Deutscher Meister der Springreiterinnen, gewannen ein Jahr später den Titel bei den Herren und feierten 2018 ihren bislang größten gemeinsamen Erfolg mit der Einzel-Goldmedaille bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA.

Weltmeisterin Nummer zwei ist die erst siebenjährige Asha P aus der Zucht der Pietscher GbR, die ihren Titel bei der WM der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d'Angers/FRA ergatterte. Bereits 2016 und 2017 machte die flinke Stute beim Bundeschampionat aus sich aufmerksam, im ersten Jahr noch unter Sabine Deparade. 

Askari ist mit seinen 21 Jahren immer noch top fit, wird regelmäßig geritten und machte zuletzt selbst unter dem Sattel von Simone Blum bei den Munich Indoors auf sich aufmerksam. Frisch und frei galoppierte er seine Runden durch die Olympiahalle, auch seiner Reiterin gefiel es sichtlich, einmal in dem Sattel des Vaters ihrer "Wunderstute" Platz zu nehmen - was im Übrigen nicht das erste Mal war, bereits 2016 drehten die beiden ein paar gemeinsame Runden im heimischen Neustadt (Dosse).


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