Verden: Weltmeister Don Martillo möglicherweise an Shivering erkrankt

Das Gut Lonken gab bekannt, dass Don Martillo wahrscheinlich an Shivering erkrankt ist.

Der 2012 geborene Rapphengst von Don Juan de Hus-Benetton Dream stammt aus der Zucht von Axel Windeler und gehört seinem Züchter gemeinsam mit dem Gestüt Lonken. 2017 wurde Don Martillo unter Ann-Christin Wienkamp gefeierter Weltmeister der fünfjährigen Dressurpferde, zuletzt sah man den Hengst Anfang 2018 bei einer Hengstschau in Münster. Seitdem ist es ruhig geworden um Don Marillo. Das Gut Lonken erklärt nun auf Facebook, warum: "Gestern haben wir erfahren, was wir zuletzt schon vermutet hatten, nämlich dass der Hengst Don Martillo möglicherweise an Shivering ("Zitterkrankheit") leidet. Wir haben ihn daher aus unserem Zuchtprogramm genommen, bis tierärztlich seine Gesundheit festgestellt wird, zumal vermutet wird, dass Shivering vererblich ist. Bereits Anfang Februar 2018 war aufgefallen, dass der Hengst die rechte, hintere Extremität krampfhaft hochzieht und erst nach Krampflösen langsam wieder absetzt. Ende Februar 2018 hat sein Züchter den Hengst, der sich bis dahin auf dem Hof Oelrich befand, zu sich nach Walle geholt. Zu Beginn der Decksaison, erstmalig am 6.3.2018 brachte der Züchter den Hengst zu Absamen zu uns. Hier sah auch ich das erste Mal, wie der Hengst sein Hinterbein krampfhaft hochzog mit Verkrampfungen im Rücken, im Becken und im Schweif. Dies wurde jedoch mit den Transportgamaschen begründet, die er noch trug. Als der Hengst am 8.3.2018 wieder zu uns zum Absamen gebracht wurde, zeigte er die Krämpfe erneut, hatte aber diesmal erhebliche Schwierigkeiten, rückwärts vom Phantom zu treten und schaffte dies nur mit unserer Hilfe. Wir haben daraufhin seinen Züchter angesprochen und gefragt, ob der Hengst bereits tierärztlich untersucht worden sei. Dies wurde verneint, stattdessen wurde eine physiotherapeutische Behandlung in Aussicht gestellt.

Ab diesem Tag wurde der Hengst nicht mehr zu uns zum Absamen gebracht. Gestern haben wir allerdings erfahren, dass der Hengst bereits am 21.2.2018 tierärztlich untersucht wurde, wobei die Verdachtsdiagnose "Shivering" geäußert und dem Züchter auch mitgeteilt worden war. Erst aufgrund erheblichen Drucks unsererseits wurden uns Anfang März 2019 Auskünfte über Untersuchungen bzw. Behandlungen des Hengstes mitgeteilt. Nachdem wir jetzt bei den Tierärzten nachgefragt haben, gingen uns diese Informationen zu."